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Monatshoroskop

In unseren heutigen Zivilisation hat es sich über einen enorm langen Entwicklungszeitraum hinweg eingebürgert, den Begriff „Zeit“ fest in alle denkbaren Lebenssituationen und Abläufe zu integrieren und den Alltag davon abhängig zu machen. Allein der Term „Alltag“ impliziert diese Abhängigkeit, da auch hier die Zeiteinteilung „Tag“ eine Rolle spielt.

Doch nicht nur, dass man es gewöhnt ist, mit Begriffen wie „Sekunde“, „Minute“, „Stunde“, „Tag“, „Woche“, „Monat“, „Jahr“, „Jahrzehnt“, „Jahrhundert“, „Jahrtausend“ und „Zeitalter“ umzugehen, man macht seine Lebensabläufe auch von diesen Begrifflichkeiten abhängig und richtet sich nach diesen. So feiert man unter anderem in Deutschland an jedem 328. Tag eines sogenannten Jahres ein Fest namens „Weihnachten“ feiert, bei dem an den Geburtstag einer verstorbenen religiösen Leitfigur erinnert wird, welche unser westeuropäisches System, Zeit zu zählen, wie niemand sonst nachhaltig beeinflusst hat. Aber genug von der Analyse der Gepflogenheiten dieser Zivilisation.

Es sollte lediglich darauf aufmerksam machen, dass es keineswegs eine absolute Selbstverständlichkeit ist, der Zeit so viel Bedeutung beizumessen, wie es in der heutigen Gesellschaft der Fall ist. Einige Kulturvölker schenken dem Begriff der Zeit keine Bedeutung und begreifen die Zeit nicht in solcher geradlinigen Art, sondern vielmehr als etwas Zyklisches und betrachten somit eher wiederkehrende natürliche Prozesse, als die Zeit an sich.

Zurück zu unserer Zivilisation – in zahlreichen heutigen Magazinen finden sich sogar Hinweise und Voraussagen, wie sich der Zeitraum eines sogenannten Monats für ein jedes Sternzeichen in finanzieller, gesundheitlicher und emotionaler Weise entwickeln wird und wann es sich empfiehlt was genau zu tun. Fast schon lässt sich dabei von einer Art Manipulation des Verhaltens der Menschen sprechen, die sich ein solches Monatshoroskop zu Herzen nehmen. Unbelegbar bleibt es auf jeden Fall, ob es besser oder schlechter ist, Entscheidungen mit Hilfe eines Monatshoroskops zu treffen oder nicht, weil die kausalen Folgen sich in beiden Situationen absolut anders verhalten werden. Denn Fakt ist, dass der Zeitraum Monat kommt und wieder geht, mit oder ohne Monatshoroskop.